Verstopfung - Dulcolax

Natürlich gibt es sehr viele Krankheiten, die direkt oder indirekt unsere Verdauung betreffen. Da der Verdauungsapparat aus mehreren Organen besteht, ist klar, dass Probleme an den unterschiedlichsten Stellen auftreten können und u.U. auch gar nicht „lokalisiert“ werden können, dann nämlich wenn das Zusammenspiel der Organe aus dem Gleichgewicht gerät.

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4 Stufen im Verdauungsprozess

Die Hauptstufen des Verdauungsapparates sind der Mund- und Rachenraum mit den Funktionen Kauen und Schlucken, gefolgt vom Magen mit den Funktionen „Zerlegen / Zersetzen“, ein Vorgang der auf der Beimischung saurer Flüssigkeiten basiert. Im Dünndarm – Stufe drei – werden weitere Sekrete beigemischt, um die Nährstoffe aus der Nahrung herauszubrechen und zu resorbieren, der Hauptfunktiondes Dünndarms. Im Dickdarm schliesslich wird der Nahrungsbrei wieder eingedickt und mit Hilfe de Peristaltik nach und nach bis zum After bewegt, wo er dann ausgeschieden werden kann. Unter Peristaltik versteht man die Muskulatur des Dickdarms, die für den langsamen Transport des Nahrungsrest zum After sorgt.

Wenn die Peristaltik nicht ordentlich funktioniert oder versagt, kommt es zu Verstopfung. Es ist die Verstopfung, die hier genauer beschrieben werden soll.

Gesunde Ernährung

Voraussetzung für das Funktionieren der Verdauung ist eine gesunde Ernährung. Wenig Fett und Zucker, viele Getreideprodukte, Obst und Gemüse wenig Fleisch sind die wichtigsten inhaltlichen Eckpunkte, aber auch die Art, wie gegessen wird spielt eine Rolle: In Ruhe oder in Hektik, mit Pausen oder ununterbrochen, bis man satt ist oder bis der Teller oder gar der Topf leer ist.

Verstopfung

Eine Verstopfung kann durch verschiedene äussere Umstände entstehen. Veränderte Essgewohnheiten, ein anderer Tagesrhythmus, Schwangerschaften, aber auch Stress und Hektik wirken sich auf die Verdauung aus und helfen, eine Vestopfung zu erklären.

Wichtig ist aber auch, Arzneimittel als mögliche Auslöser von Verstopfung im Blick zu halten. Manche Arzneimittel wirken sich auf de Verdauung aus, obwohl ihre beabsichtigte Wirkung in einem ganz andern Bereich gehört. Die liste der Kandidaten ist überraschend lang, wenn man bedenkt, dass es hier zunächst mal nur um Arten von Arzneimitteln geht.

• codeinhaltige Hustenblocker
• harntreibende Mittel („Wassertabletten“)
• krampflösende Mittel
• Medikamente zur Behandlung der Epilepsie
• Mittel gegen Bluthochdruck
• Antidepressiva
• Psychopharmaka
• Morphin-, Opiat- oder Codein haltige Schmerz

Unser zentrales Nervensystem, unsere Darm- und unsere Bodenmuskulatur sind am Stuhlgang bzw. an der Dickdarm funktion beteiligt. Kommt es zu schwierigkeiten in einem der Bereich, kann es auch zu Verstopfung kommen.

Arten von Verstopfung

Drei Arten Verstopfung werden unterschieden: Pseudo-Verstopfung, Akute Verstopfung, Chronische Verstopfung.
Bei der Pseudoverstopfung steht das subjektive Empfinden im Vordergrund, dass der nächste Stuhlgang schon lange überfällig ist. Dieser bleibt jedoch objektiv deswegen aus, weil z.B. nach der Einnahme von Anti-Verstopfungsmittel der Darm sehr gründlich und für lange Zeit entleert wurde. Es kann daher einige Tage dauern, bevor der nächste Stuhlgang zu verzeichnen ist. In diesem Fall liegt keine echte Verstopfung vor.

Akute Verstopfungen treten auf, wenn sich Lebensumstände kurzfristig geändert haben (Stress, Ernährungsumstellung, Reisen, Tagesrhythmus) und verschwinden meist innerhalb weniger Tage wieder. Gehen Sie jedoch mit großen Schmerzen oder sogar Blutungen einher, könnte ein Darmverschluss vorliegen und ärztliche Behandlung ist dringend erforderlich. Sind die Symptome jedoch im normalen Bereich, ist die Einnahme eine Präparates wir Dulcolax empfehlenswert.

Chronische Verstopfungen weisen daraufhin, dass verschiedene Komponenten unseres Verdauungsapparates zugleich gestört sind. Wechselwirkungen spielen eine Rolle, oder anders gesagt, die Schwierigkeiten bedingen sich gegenseitig. Ärztliche Untersuchungen sind in dem Fall dringend angesagt.

Konkrete Ursachen
Darmpassagezeit

Wenn der Darm nicht schnell genug für den Weitertransport der Nahrung sorgt, kann die Ursache darin liegen, dass das Nervennetz, das den Dickdarm umgibt gestört ist und die entsprechenden Befehle nicht an die Muskulatur in der Art weitergibt wie es bei nicht betroffenen Personen der Fall ist. Hier muss klargestellt werden, dann die Weiterleitung der Reize auf Reflexen beruht und nicht unserem Willen unterliegt. Frauen sind von dieser Art der Verstopfung häufig betroffen. Mit Füll oder Quellmittel erreicht man nichts, weil der Reflex eben nicht wie gewohnt ausgelöst wird. Mit Dulcolax ist man allgemein besser bedient.

Zu erwähnen sind auch rein organische Ursachen: Verwachsungen oder Geschwüre können fast auf rein mechanischem Weg die Passagezeit verlängern.

Ausserdem habe eine ganze Reihe von Arzneimitteln eine Verlängerung der Passagezeit zur Folge.

Entleerungsmechanismus

In den meisten Fällen eines gestörten Entleerungsmechanismus hat der Patient und der Arzt es mit Hämorrhoiden (siehe Faktu-Akut) zu tun. Aber auch Rückenmarksverletzungen, wie sie etwa Querschnittsgelähmte erlitten haben können, können den Mechanismus beeinträchtigen. Ein Darmvorfall, der bei Frauen oft auftritt und mit einer geschwächten Bodenmuskulatur in Zusammenhang stehen kann, kommt ebenfalls als Ursache in Frage.

Ernährung

Oft wird von Ballaststoffmangel geredet, um Verstopfungen zu erklären. Die Forschung kann aber einen Zusammenhang nicht eindeutig belegen. Bei manchen Patienten kann sogar eine erhöhte Ballststoffzufuhr die Symptome noch verschlimmern.

Flüssigkeitszufuhr ist ebenfalls keine eindeutig wirksame Kur gegen Verstopfung. Da aber die Versorgung mit Wasser grundsätzlich anzuraten ist, und unter fast keinen Umständen schädlich ist, empfiehlt es sich, mehr Wasser oder Getränke zu sich zu nehmen.

Dulcolax

Dulcolax ist ein Präparat, das es schon sehr lange gibt und das wegen seiner guten Verträglichkeit sehr erfolgreich ist, was die Linderung von Symptomen betrifft. Das Mittel Dulcolax muss nicht unbedingt in den Blutkreislauf gelangen, um seine Wirkung zu entfalten. Es kann auch in Zäpfchenform verabreicht werden, so dass also die Verteilung des Wirkstoffes über den Blutkreislauf geradezu ausgeschlossen werden kann.

Bisacodyl heisst der Stoff, der Dulcolax seine Wirkung verleiht. Das Medikament wird von Böhringer Ingelheim hergestellt und vertrieben. Dieser Firma gehören auch die Rechte am Namen. Auch andere Arzneimittel enthalten den Wirkstoff Bisacodyl, wie z.B. Drix Bisacodyl Dragees.

Weil das Medikament seine Wirkung im Dickdarm entfaltet wird ein gefährlicher Flüssigkeitsverlust sowie die Abfuhr lebenswichtiger Nährstoffe weitgehend vermieden. Im Dickdarm regt Bisacodyl die Tätigkeit der Muskulatur an. Die Wirkweise ist also recht einfach.

Verabreichungsformen

Dulcolax werden als Tropfen , Dragees und Zäpfchen verabreicht, wenn man kurzfristig unter Verstopfung leidet oder aus medizinischen Gründen das Kotabsetzen erleichtert oder der Darm entleert werden soll.

Die Dosierung liegt zwischen 5 (Kinder) und 10 mg (Erwachsene) täglich morgens oder abends mit viel Flüssigkeit.

Kontraanwendung

Wenn die Betroffenen gegen den Wirkstoff allergisch sind, dürfen sie das Mittel natürlich nicht einnehmen, bzw. müssen sie es schleunigst absetzen. Bei Darmverschluss oder bei Blinddarmoperationen kommt es nicht in Frage, ebenso wenig wie für Kinder unter 2 Jahren.

dulcolaxNebenwirkungen

Zu den möglichen Nebenwirkungen gehören Bauchschmerzen und Überempfindlichkeitsreaktionen. Bei zu langer Anwendung oder schlichtem Abführmittelmissbrauch kann es zu starkem Durchfall kommen.

Spezielle bei längerer Anwendung als Zäpfchen kann es zu Reizungen des Darmausgangs und zu Mastdarmentzündungen kommen. Es gibt noch einige weitere Nebenwirkungen, die auf der Packungsbeilage genauer beschrieben werden.

Schwangerschaft

Während Schwangere immer ihren Arzt fragen sollten, welche Arzneimittel für sie in Frage kommen, sind spezielle für Dulcolax keine unerwünschten Effekte in Schwangerschaft und Stillzeit bekannt. Dass sie nicht bekannt sind heisst aber nicht, dass es sie nicht gibt.

Sonstiges

Zwischen 6 und 10 Stunden nach der Einnahme kommt es zur Darmentleerung. Wer das Mittel zu lange einnimmt, muss mit zunehmender Darmträgheit rechnen. Bisacodyl ist wirksam, aber wie immer sollte man sich zunächst mit angepasster Ernährung und körperlicher Aktivität behelfen, bevor man zum Medikament greift.

Es gilt bei Dulcolax wie immer: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. 

AUTOR: Dr. Marill Hofmann