Hämorrhoiden - Faktu akut

Das Wort Hämorrhoiden ist abgeleiten von zwei altgriechischen Wortstämmen, nämlich einerseits  αιμα (Blut) und ρεω (ich fließe).  Gemeint sind aber Blutgefässe, genauer gesagt Venen, die den Übergang vom Mastdarm zum Enddarm durchbluten, sich aber krampfaderartig erweitert haben.  Die betroffenen Blutgefässe sind im so genannten Schwellkörper (Corpus cavernosum recti), der zusammen mit dem Schließmuskel hilft den Abgang des Stuhles zu kontrollieren zu finden.

Grundsätzlich hat jeder Mensch gesunde Hämorrhoiden, allerdings können die Hämorrhoiden erkranken, indem sie sich vergrößern, oder tiefertreten.  Zu erkennen sind erkrankte Hämorrhoiden an Blutungen, Juckreiz und später sogar an Inkontinenz, bzw. natürlich u. U. auch an ihrer Grösse und Lage (polypenartige Bildungen).  Die Erkrankung wird durch ballaststoffarme Ernährung, lange „Sitzungen“ und Pressen begünstigt.  Interessanterweise kommt sie bei Männern häufiger vor als bei Frauen. Wenig überraschen ist hingegen, dass ältere Menschen schwerer betroffen sind als jüngere.

Einfache Behandlung

Das einfachste wird wohl sein, auf eine angepasste Ernährung zu achten.  Ballaststoffe sollten reichlich eingenommen werden.  Viel Flüssigkeit leistet ebenfalls einen Beitrag.  Wichtig ist natürlich auch eine regelmässige Analhygiene.  Sitzbäder und Waschungen lindern die Symptome.  Gelegentlich wird empfohlen, ein Dusch WC zu benutzen.  Das kann zwar hohe Kosten verursachen, hat aber den großen Vorteil, dass Sauberkeit als Problemursache ausgeschlossen werden kann.  Zudem kommt der After nicht mehr mit rauem Toilettenpapier in Berührung.

Faktu

Ebenfalls nützlich sind bestimmte Salben, die die Wundheilung und Hygiene fördern, dabeie aber auch Schmerz stillen.  Zu Ihnen gehört Faktu akut (siehe unten).

Operative Behandlung

Verschiedene Methoden werden angewandt wenn Hämorrhoiden durch einfache Mittel nicht mehr beizukommen ist.  Gummibandunterbindungen sorgen dafür, dass die Hämorrhoiden von der Blutzufuhr abgeschnitten werden.  Dieser Eingriff erfordert noch nicht einmal eine lokale Anästhesie.  Grössere und innen liegende Knoten kann man auch chirurgische entfernen, also durch herausschneiden.  In dem Fall ist es nötig, die Wunden zu vernähen.  Der Eingriff findet unter Narkose statt.

Da keines der beschriebenen Mittel verhindern kann, dass Hämorrhoiden erneut  auftreten, ist es wichtig, begleitend die Ernährung und die Hygiene anzupassen.

Faktu akut

Wer es mit Hämorrhoiden zu tun hat, stösst vielleicht auf Faktu akut, ein Medikament, das es als Salbe und Zäpfchen gibt (warum , werden wir noch sehen).  Das Medikament wird gegen die Symptome von Hämorrhoiden angewandt, es gilt also Jucken und Brennen, Schmerzen und Entzündungen, Blutungen und Schwellungen zu bekämpfen und den Wundheilungsprozess zu unterstützen.  Von Analfissuren, Analekzemen sowie Hämorrhoiden 1. und 2. Grades und Proktitis ist im Zusammenhang mit dem Einsatz von Faktu akut die Rede.  Auf der Website www.faktu-akut.de werden grafisch, aber diskret Einzelheiten zum Problem und zum Produkt beschrieben.  

Der Hauptwirkstoff heisst Bufexamac (ausserdem noch Bismutgallat, Lidocain und Titandioxid) und soll gut verträglich sein.  In diesem Wirkstoff hebt sich Faktu akut wohl auch von gewöhnlichen Hautpflege- und Babycremes ab.  Ob man also Salbe oder Zäpfchen nimmt, bzw „appliziert“, hängt wohl davon ab, wie tief im Mastdarm es Probleme zu lösen gilt.  Deswegen werden die Zäpfchen auch mit einem Applikator geliefert, sprich einem Stab oder ähnlichen Gegenstand, der hilft das Zäpfchen hygienisch in den After einzuführen, ohne womöglich mit Fingernägeln noch mehr Schaden anzurichten.  Vermutlich werden Menschen mit bestimmten Allergien ihre Schwierigkeiten haben.  Auch sieht es so aus, dass wenn das Leiden besonders schlimm ist, Faktu akut nicht ausreichend hilft (siehe Operative Behandlung).  Es gilt bei Faktu akut wie immer: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.  Und noch eins:  Faktu-akut beeinträchtigt die Reissfestigkeit von Latex-Kondomen.

AUTOR: Dr. Marill Hofmann